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Überdiagnose und Übertherapie von Krebs: Chance auf Verbesserung - ‚Active Surveillance‘ in UROGATE-Praxen

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FRANKFURT, im August 2013. In den Medien könnte man gelegentlichen den Eindruck gewinnen, Krebsfrüherkennung sei komplett unsinnig und eine Rückkehr zur ‚reparativen' Medizin mit der Behandlung symptomatischer - und dann häufig nicht mehr heilbarer - Tumoren sei der Weisheit letzter Schluss. In der jüngsten Ausgabe eines der wichtigsten wissenschaftlichen Journale in der Medizin, dem Journal of the American Medical Association (JAMA), legen drei renommierte amerikanische Ärzte ihren differenzierten Standpunkt zu dem kontroversen Thema dar.

Die Tendenz geht weg von starren Automatismen hin zu dem intelligenten Anspruch, durch Krebsfrüherkennung jederzeit ‚Herr der Lage' mit individuellen Lösungen zu sein. Für die UROGATE-Ärzte ist dieser Anspruch keineswegs neu. Alle Partner legen größten Wert auf maßgeschneiderte, sinnvolle Lösungen im Einzelfall. So wird durch zunehmend verfeinerte Untersuchungsmethoden bei immer mehr Männern ein Prostatakrebs diagnostiziert. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit, ob tatsächlich alle diese Tumore, von denen die meisten keinerlei Beschwerden verursachen einer invasiven Therapie wie u.a. Operation, externe Bestrahlung oder Brachytherapie bedürfen. Alternativ können bestimmte Patienten mit einem gesicherten Prostatakarzinom engmaschig überwacht werden (Active Surveillance), um erst bei einem erkennbaren Fortschreiten des Tumors (Progression) invasiv behandelt zu werden.

Active Surveillance bedeutet wahrscheinlich für viele Männer nicht nur den Aufschub einer invasiven Behandlung, sondern macht diese gänzlich überflüssig. Active Surveillance bedeutet zuerst die Bewertung der bereits erhobenen Befunde. Eine besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die aktuellen und älteren Laborwerte inkl. dem PSA (Prostata-spezifisches Antigen), der sog. Gleason Score, sowie die Gesamtzahl und Lokalisation der entnommenen Gewebe-proben mit dem jeweiligen Prozentsatz des befallenen Gewebes. Die strikten Kriterien zur Erwägung einer Active Surveillance lauten

  • PSA-Wert ≤10 ng/ml
  • Gleason ≤ 6 (3+3)
  • T1c - T2a
  • < drei Stanzen positiv
  • < 50% Tumor im Stanzzylinder

Die notwendigen Verlaufskontrollen mittels PSA-Wertbestimmung und dem Abtasten der Prostata erfolgen zunächst in drei monatlichen Abständen für zwei Jahre, dann im Abstand von sechs Monaten. Eine erneute Prostatastanzbiopsie muss nach einem Jahr und dann alle drei Jahre erfolgen. Diese Untersuchungen sind erforderlich, um Veränderungen der Aggressivität oder der Wachstums-geschwindigkeit des Tumors rechtzeitig zu entdecken. Bei einer Abnahme der PSA-Wert-Verdoppelungszeit und/oder einer Verschlechterung des feingeweblichen Befundes (Gleason ≥ 7 (4+3)) muss eine aktive Therapie diskutiert werden.

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Urologie an der Paulskirche
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